Projekte

Hier bekommen Sie einen Einblick in aktuelle und bereits durchgeführte Projekte, um sich Ideen für Ihr eigenes Projekt zu holen. Natürlich gibt es da noch viel mehr. Wir freuen uns auf Ihre Projektidee, um in Bremerhaven die Demokratie zu fördern, Vielfalt zu gestalten und Extremismus vorzubeugen.

Bild zur 4 feministischen Woche in Bremerhaven

4. Feministische Woche in Bremerhaven

Die Bildungsgemeinschaft Arbeit und Leben Bremerhaven e.V. führt anlässlich des internationalen Frauentages rund um den 8. März drei Veranstaltungen,…

Die Bildungsgemeinschaft Arbeit und Leben Bremerhaven e.V. führt anlässlich des internationalen Frauentages rund um den 8. März drei Veranstaltungen, die sich gezielt an jüngeres Publikum wenden, aber dennoch auch offen für alle Altersgruppen bleiben sollen. Unter dem Motto „4. Feministische Woche Bremerhaven: Aus Wut wird Wandel - Feminismus heißt Veränderung“ wird zusammen mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur:innen aus der Jugend-, Frauen*- und politischen Arbeit in Bremerhaven das Thema „Feminismus“ auch für Jüngere mehr in den Fokus rücken. Denn auch feministische Perspektiven leisten einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung, da sie Ungleichheiten sichtbar machen, Diskriminierung abbauen und Teilhabechancen für alle stärken. Die Feministische Woche richtet sich dabei bewusst nicht nur an Erwachsene, sondern möchte mit ihrem Ansatz eine breitere Öffentlichkeit erreichen und Räume schaffen für Dialog, Austausch und demokratische Meinungsbildung von unterschiedlichen Altersgruppen. 

Ziel des Projekts ist es die Demokratie zu stärken, indem die Teilnehmer*innen befähigt werden, sich aktiv und reflektiert mit feministischen gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinanderzusetzen und ihre eigene Position innerhalb einer demokratischen Gesellschaft zu entwickeln. Feministische Perspektiven auf Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und soziale Teilhabe werden sichtbar gemacht und als Bestandteil demokratischer Kultur und gesellschaftlicher Vielfalt vermittelt. Durch Aufklärung, kritische Medienkompetenz und Empowerment werden demokratiefeindlichen, antifeministischen und diskriminierenden Ansichten präventiv entgegengewirkt und so Extremismus vorgebeugt

Drei Veranstaltungen mit unterschiedlichen Formaten betrachten den Feminismus aus verschiedenen Facetten und Perspektiven, aber auch bezogen auf unterschiedliche Zielgruppen (Mädchen*, Frauen*, queere Personen, FLINTA*, Jungen*, Männer* usw. unterschiedlichster Herkunft, sexueller Orientierung und Genderzugehörigkeiten). 

Neben einer kulturellen Perspektive im Rahmen eines sog. “Female Slam Bremerhaven” wird die Annäherung an das Thema über eine aufklärende und interaktive Herangehensweise angeboten. Hierzu werden zwei unterschiedliche Workshop-Formate angeboten. 

Weitere Informationen zu den Angeboten finden sich im beigefügten Flyer.


Weitere Informationen

Informationsflyer zur 4.feministischen Woche

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Bild von Migration-und-Demokratiebildung

Migration und Demokratiebildung

Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelm-Raabe-Schule e.V. (RAABEfreunde) führte ein dreitägiges Schulprojekt für den gesamten Jahrgang 8…

Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelm-Raabe-Schule e.V. (RAABEfreunde) führte ein dreitägiges Schulprojekt für den gesamten Jahrgang 8 durch.

Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelm-Raabe-Schule e.V. (RAABEfreunde) führte ein dreitägiges Schulprojekt für den gesamten Jahrgang 8 durch. Ziel des Projekts ist es, die Schülerinnen und Schüler (SuS) sowohl inhaltlich als auch praktisch und emotional mit den Facetten von Migration, Immigration und Integration vertraut zu machen und daraus konkrete Bezüge zur demokratischen Gesellschaftsordnung herauszuarbeiten. Durch die Kombination von historischer Exkursion, fachspezifischen Workshops und einer abschließenden Präsentations- und Diskussionsform (z.B. Gallery Walk) wurden Wissenserwerb, Urteilskompetenz, Empathie und demokratische Handlungskompetenzen gleichermaßen gefördert.

Das Projekt richtete sich an den kompletten Jahrgang 8 (max. 125 SuS)!

Am ersten Tag besuchten die Klassen das Auswandererhaus Bremerhaven. Dort nahmen die SuS an einer fachlich betreuten Museumsführung bzw. an einer Museumsrallye teil, die gezielt historische Perspektiven, individuelle Schicksale und die Motive für Migration in vergangene Epochen mit Bezügen zur Gegenwart verknüpft. Die Arbeit in den Klassenverbänden an diesem Tag diente dem Aufbau eines gemeinsamen Wissensstandes, regt historische Empathie an und liefert konkrete Anschauungsmaterialien und Erzählungen, mit denen die folgenden Arbeitsphasen fundiert werden können.

Am zweiten Projekttag arbeiteten die SuS in fachlich spezialisierten Kursgruppen (Geschichte, Politik, Geographie). In diesen Workshops wurden vertiefende Fragestellungen bearbeitet: In Geschichte stand die Einordnung von Migrationsbewegungen in historische Zusammenhänge und die Analyse von Quellen im Mittelpunkt; in Politik die rechtlichen, institutionellen und ethischen Dimensionen von Einwanderungspolitik, Menschenrechten und Teilhabe; in Geographie die räumlichen, ökonomischen und klimabedingten Auslöser von Migration sowie lokale Integrationsprozesse. Die methodische Arbeit kombinierte Inputphasen, Quellenauswertung, kartographische bzw. datenanalytische Zugänge und kreative Produktionsaufgaben. Ziel ist es, dass jede Kursgruppe ein greifbares Produkt erstellt (z. B. Informationsplakate, digitale Präsentationen, kurze Podcasts oder Dokumentationen), das die erarbeiteten Erkenntnisse zusammenfasst und für Dritte verständlich macht.

Am dritten Projekttag fand ein Gallery Walk statt: Die Produkte der Kursgruppen wurden in einer öffentlichen Ausstellung innerhalb der Schule präsentiert. SuS, Lehrkräfte und weitere schulische Akteur:innen verglichen die Ergebnisse, führten moderierte Diskussionen und gaben einander konstruktives Feedback. Diese Form der Präsentation förderte die Fähigkeit, Ergebnisse öffentlich zu vertreten, begründet Kritik zu äußern, zuzuhören und andere Perspektiven ernst zu nehmen — zentrale Elemente demokratischen Handelns. Abschließend wurden diese Diskussionen in Klassen- und Jahrgangsrunden reflektiert und hinsichtlich Konsequenzen für das Zusammenleben an unserer Schule und in der Gesellschaft ausgewertet.

Die Bedeutung dieses Projekts für den Demokratiegedanken ist vielschichtig: Demokratieverständnis entsteht nicht nur durch Wissensvermittlung, sondern durch gelebte Praxis — durch das Üben von Argumentieren, Aushandeln, Perspektivwechsel und respektvoller Streitkultur. Das Projekt verbindet historische Bildung (Verstehen von Ursachen und Folgen von Migration) mit gegenwartsbezogener politischer Bildung (Kenntnis von Rechten, Pflichten und institutionellen Möglichkeiten) und fördert damit demokratische Urteils- und Handlungskompetenzen. Indem SuS mit biografischen Narrativen und exemplarischen Einzelschicksalen konfrontiert wurden, entwickelten sie Empathie und ein tieferes Verständnis für die Komplexität gesellschaftlicher Fragen — eine wichtige Grundlage für Toleranz, Mitverantwortung und solidarisches Handeln in pluralen Gesellschaften. Der Gallery Walk als öffentliche Präsentationsform modellierte demokratische Öffentlichkeit: Zuhören, abwägen, argumentativ überzeugen und sich in pluralen Räumen behaupten zu können.

Pädagogisch basiert das Vorhaben auf handlungsorientierten und inklusiven Methoden: kooperative Lernformen, differenzierte Arbeitsaufträge, der Einsatz von visuellen, auditiven und digitalen Medien sowie reflexive Phasen sichern, dass unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigt werden. Lehrer:innen aus den Fachbereichen begleiteten und moderierten; externe fachliche Begleitung durch die Museumsangebote des Auswandererhauses gewährleisteten fachliche Tiefe und Authentizität. Zur Sicherung der Qualität wurden vorab Lernziele formuliert, während des Projekts Beobachtungs- und Bewertungsraster sowie am Ende kurze Selbsteinschätzungsbögen und eine Auswertung durch die Lehrkräfte zur Evaluation genutzt.

Erwartete Ergebnisse sind neben den konkreten Schülerprodukten (Präsentationen, Plakate, digitale Formate) die Stärkung von Diskussions- und Argumentationskompetenz, eine erhöhte Sensibilität für historische Kontinuitäten und Brüche im Kontext von Migration sowie eine nachhaltigere Auseinandersetzung mit Integration als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe. Die Ergebnisse werden dokumentiert und dauerhaft in der Schule ausgestellt (physisch und digital), sodass sie für nachfolgende Jahrgänge als Lernmaterial verfügbar sind und die Nachhaltigkeit des Projekts gesichert ist.

Abschließend möchten wir betonen, dass dieses Projekt einen unmittelbaren Beitrag zu den Zielen schulischer Demokratiebildung und zur Integration leistet: Es verbindet Wissensvermittlung mit praktischer Erfahrung, stärkt kommunikative und soziale Kompetenzen und macht politische Bildung erfahrbar. Wir sind überzeugt, dass die Förderung dieses Projekts nicht nur den teilnehmenden SuS zugutekommt, sondern langfristig das Schulklima und die Fähigkeit der Jugendlichen stärkt, in einer demokratischen Gesellschaft verantwortungsvoll und reflektiert zu handeln.“

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Bild von Streitschlichterinnen Ausbildung

Streitschlichter*innen – Ausbildung

Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelm-Raabe-Schule e.V. (RAABEfreunde) führte mit 18 Schüler*innen (SuS) der Schule eine…

Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelm-Raabe-Schule e.V. (RAABEfreunde) führte mit 18 Schüler*innen (SuS) der Schule eine Streitschlichter*innen – Ausbildung durch. Die Ausbildung ermächtigt zu sozialen Schlüsselkompetenzen, wie z.B. Toleranz gegenüber Andersdenkenden, den konstruktiven Umgang mit Konflikten, Arbeiten im Team usw. Die Partizipation und damit verbunden die Identifikation der SuS mit der Schule werden gestärkt. Gleichzeitig führt der konstruktive Umgang mit Konflikten zu einer Konfliktkultur unter den SuS, die zu einer Verbesserung des Schulklimas führen.

Hierüber hinaus nehmen die SuS selbstverständlich die neuerworbenen Kompetenzen mit in Ihren außerschulischen Alltag. Somit trägt eine solche Ausbildung nicht nur innerschulische sondern auch gesamtgesellschaftlich zur Gewaltprävention bei.

Inhalte/Methoden:
Die Aufgabe von Streitschlichter*innen an Schulen ist es, bei auftretenden Konflikten unter SuS zu vermitteln und somit verbaler und körperlicher Gewalt entgegenzuwirken. Streitschlicher*innen holen alle Beteiligte eines Konflikts an einen Tisch und wirken darauf hin, dass eine gewaltfreie und einvernehmliche Lösung gefunden wird.


Behandelte Themen

  • Was ist ein Konflikt und warum entsteht er? Wer ist daran beteiligt? Wie verhalte ich mich in einer Konfliktsituation? Welche Konflikte treten an unserer Schule regelmäßig auf?
  • Konflikte analysieren (Spinnweb-Analyse und Eisberg-Modell) und lösen (Wege und Strategien)
  • Moderation von Konflikten: Kommunikationsregeln für Streitschlichter*innen
  • Entwicklung von Arbeitsmaterial (z.B. eines Gesprächsleitfadens)
  • Konkrete Umsetzung an der Schule: Was brauchen wir an unserer Schule, um erfolgreich als Streitschlicher*innen tätig zu sein? 

An der Qualifizierung nahmen auch die begleitenden Pädagog*innen der Schule teil, um die konkreten Bedingungen für die Arbeit der Streitschlichter*innen im Schulalltag zu erarbeiten.

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